Das Frauennetzwerks „Koom-Koomu Njaboot Gi“ in Saint-Louis, Senegal konzentriert ihre Arbeit jetzt darauf, die Familien der Schülerinnen des Ausbildungszentrums und der Kindertagesstätte mit dem Notwendigsten zu versorgen, um sich vor dem Corona Virus zu schützen. Die Mädchen lernen abwechselnd – max. 20 am Tag – weil die Krankheit die Schulstunden krass reduziert hat. Hier werden sie auf die Schwere der Krankheit aufmerksam gemacht, damit sie ihrerseits ihre Familien warnen können.

Die Präsidentin Peinda Faye schreibt uns auf Nachfrage: „Was das Ausbildungszentrums und seine begrenzten Mittel betrifft, fahren wir mit Hilfe eines Mietwagens zu den Familien unserer Schülerinnen und Frauen, um ihnen Desinfektionsmittel (Chlorreiniger, hydroalkoholisches Gel, Seife...) zu übergeben. Wir geben ihnen ebenfalls Schutzhandschuhe und Schutzmasken, aber auch Lebensmittel, da viele Wirtschaftszweige nicht mehr richtig funktionieren (Transport, Handel...).

Wir machen auch Werbeplakate „Wir werden Covid-19 für immer besiegen“ und verteilen sie in der ganzen Stadt, um die Bevölkerung zu sensibilisieren. Es ist äußerst wichtig, dass alle zu Hause bleiben, aber dafür müssen ihnen die Mittel zur Verfügung gestellt werden, weshalb es notwendig ist, alles in die Wege zu leiten und diese Pandemie einzudämmen.“

„Das Zentrum bildet auch Multiplikatoren aus, die auf die Bevölkerung zugehen, um sie zu informieren und stärker zu sensibilisieren. Wie Sie wissen, haben die Bewohner*innen dieser sehr armen Gegend nicht immer Zugang zu Fernsehen und Informationen. Die Bevölkerung ist daher sehr exponiert und verfügt über keine Möglichkeiten, die Krankheit allein zu bekämpfen. In diesem Sinne will das Zentrum seinen Beitrag zur Sicherung und zum Schutz unserer Frauen, unserer Schülerinnen und unserer Enkelkinder in der Kindertagesstätte leisten.“