Hunger als Folge des Krieges

Logo SDG 2In der Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine gibt es auch zahlreiche Auswirkungen auf Menschen weltweit. Eine große Abhängigkeit von den Weizenausfuhren aus der Ukraine und Russland macht sich in vielen afrikanischen Ländern bemerkbar. Die Steigerung der Preise angesichts des Mangels hat drastische Auswirkungen auf Länder und Menschen, die von Corona-Pandemie und Klimawandelfolgen schon extrem betroffen sind.

Das Erreichen der nachhaltigen Entwicklungsziele SDGs (z.B. Ziel 2, siehe links) wird durch diese Entwicklungen massiv erschwert und viele Menschen in afrikanischen Ländern sind von Hungersnöten bedroht. Die Verwirklichung des Menschenrechts auf angemessene Nahrung scheint in weiter Ferne (Art. 11 im Internationaler Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der UNO).

Wir möchten uns bei der nächsten Fachbereichskonferenz am 15. Juli um 17 Uhr mit Fragen nach Ernährungssicherheit auf dem afrikanischen Kontinent, den Hintergründen der Abhängigkeiten und möglichen Lösungen beschäftigen.

Angefragt für einen Vortrag ist Francisco Marí, Referent für Welternährung bei Brot für die Welt.

Die Veranstaltung findet als Videokonferenz über Zoom statt. Wir bitten um Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

pdfFachbereichskonferenz GLOBAL 15. 7. 2022.pdf zum Download


Können Freihandelsverträge gerecht sein?

Die komplexen Zusammenhänge zwischen den immer drastischeren Folgen der Klimaerhitzung und den Handlungsebenen in der politischen Gestaltung zeigte die Referentin Dr. Sibylle Brosius klar und deutlich auf. In der virtuellen Fachbereichskonferenz GLOBAL am 22. 4. 2022 fand sie eindrückliche Worte für die reale Klimaungerechtigkeit und erklärte die komplexen Entscheidungsstrukturen der Europäischen Union.

Die Rolle der Bürger:innen mit den Möglichkeiten aktiver Partizipation im politischen Prozess stellte sie der Stärkung der Rechte von Unternehmen gegenüber und erklärte die Auswirkungen einer möglichen Ratifizierung des Freihandelsabkommens CETA als Blaupause für weitere Freihandelsabkommen. Die Auswirkungen für Klima, Umwelt und Demokratie sind verheerend, weshalb der Vortrag im Aufruf zu „Protest, Protest, Protest“ mündete.

Auch Mamadou Mbodji betonte in seinem Kommentar die ungerechten Verhältnisse, vor allem zwischen Globalem Norden und Globalen Süden, und erklärte die folgenschweren Auswirkungen der Klimaerhitzung und der Corona-Pandemie für afrikanische Staaten. Statt Freihandelsabkommen zwischen ungleichen Partnern, schlug er eine engere Kooperation zwischen den afrikanischen Staaten vor, um Produkte etwa von Südafrika nach Nigeria oder von der Elfenbeinküste nach Kenia transportieren zu können und so die Wirtschaften der afrikanischen Länder zu stärken. Ein Umdenken und globale Solidarität sind erforderlich!

In der Diskussion teilten die Teilnehmer:innen die Bedenken in Bezug auf die Ratifizierung des Freihandelsabkommens CETA und tauschten sich zu Handlungsoptionen aus. Protest und Vernetzung standen dabei im Mittelpunkt.

Klima und EU


Können Freihandelsverträge gerecht sein?

Wir fordern mit allen NaturFreund:innen: „Die Welt muss zu einem globalen Friedensprojekt werden.“ Dafür brauchen wir eine starke Demokratie und globale Gerechtigkeit und laden euch herzlich ein, bei unserer nächsten Fachbereichskonferenz am 22. April 2022 um 17 Uhr dabei zu sein.

Der Vortrag von Dr. Sibylle Brosius zu Freihandelsverträgen und der Rolle der Europäischen Union bietet Gelegenheit sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Anmerkungen kommen auch von Mamadou Mbodji, Präsident der afrikanischen NaturFreunde und Vizepräsident der NFI.

Die Veranstaltung findet als Videokonferenz über Zoom statt. Wir bitten um Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die wissenschaftliche Ausgangslage zum Klimawandel ist eindeutig und schon länger bekannt. Der letzte Teil des IPCC - Berichtes zum Klimawandel, veröffentlicht Mitte Februar 2022, brachte von der wissenschaftlichen Seite keine grundlegenden neuen Fakten, aber betont zum ersten Mal, dass gutes Regierungshandeln die Voraussetzung für die Begrenzung der Erderhitzung ist und bei der Bewältigung der Folgen. Das ist neu, auch in dieser Klarheit. Thema des Vortrages ist die Europäische Union. Sie hätte ungeheure Einflussmöglichkeiten, die Weichen in Richtung einer guten Klimapolitik zu stellen. Die Entscheidungsprozesse der Europäischen Union werden dargestellt, um etwas transparenter zu machen, warum so wenig dort geschehen ist. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zu CETA vom 15.3.2022 werden auch CETA und Investorschiedsgerichte wieder auf der politischen Agenda stehen.

Referentin: Dr. Sibylle Brosius ist Chemikerin, Mitglied bei den Naturfreunden und aktiv bei den Scientists for Future in Mannheim.

pdfFachbereichskonferenz_GLOBAL_22.04.2022.pdf


Liebe Mitstreiter:innen,
wir vom Fachbereich GLOBAL in Baden-Württemberg sind tief bestürzt, ja geschockt über den brutalen und völkerrechtswidrigen Krieg in der Ukraine – einem Krieg mitten in Europa. Wir sind überzeugt davon, dass Krieg immer falsch ist. Und Krieg niemals gerecht sein kann. Wir fordern mit allen NaturFreund:innen: „Die Welt muss zu einem globalen Friedensprojekt werden.“

Dafür treten wir Tag für Tag ein. Z.B. indem wir die enge Zusammenarbeit mit den NaturFreunden in Afrika suchen, und eng verbunden sind mit dem Frauennetzwerk FFEDES im Senegal. Ob im Krieg oder in der Klimakrise, unsere Partner:innen im Senegal bestätigen den Satz von Annalena Baerbock: Solange Frauen nicht sicher sind, ist niemand sicher. Denn ganz besonders Frauen tragen die Last und die Auswirkungen der Kriege und Krisen unserer Zeit. Sie sind in Konflikten und Krisen am stärksten gefährdet. Sie brauchen die globale Solidarität!

Am 08. März 2022 um 17 Uhr – internationaler Frauentag –

werden wir mit Peinda Faye und ihrem Frauennetzwerk FEEDES sowie einigen Mädchen und Frauen aus dem Umwelt- und Ausbildungszentrum in Bekhar/Senegal virtuell zusammentreffen.

Wenn ihr teilnehmen wollt, meldet euch unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Dann erhaltet ihr die Zugangsdaten.


Liebe NaturFreund:innen und Interessierte,
heute geht es um:

  1. Rückblick auf unser Fachbereichstreffen im September
  2. Die Tournee mit Mamadou Mbodji zum Auftakt des gemeinsamen Mangrovenprojekts.
  3. Neuigkeiten vom Umwelt- und Ausbildungszentrum.
  4. Verleih von Materialien, hier: Ausstellungen „Frauen von Bekhar“ und „Salzarbeiterinnen in Senegal“ können ausgeliehen werden, sowie weitere Materialien
  5. Nächstes Fachbereichstreffen am 03.12.2021


Liebe NaturFreund:innen und Interessierte an der Arbeit im Fachbereich NaturFreunde Global BW,
wir wollen euch wieder einmal informieren über:

  1. Aktuelles aus dem Umwelt- und Ausbildungszentrum in Bekhar/Senegal
  2. Fachtag der Fachbereiche Global und Umwelt Ba-Wü am 08. Mai 2021
  3. Koalitionsvertrag für die neue grün-schwarze Landesregierung
  4. Veranstaltungen etc. bis zur Bundestagswahl im Herbst 2021


Der gemeinsame Fachtag der Fachbereiche Umwelt und Global der NaturFreunde Baden-Württemberg am 8. 5. 2021 lud die Teilnehmenden zu einer Auseinandersetzung mit dem Lieferkettengesetz der Bundesregierung und auf europäischer Ebene, sowie einer Vertiefung des Bewusstseins für Fragen der Energiewende und der Klimagerechtigkeit, ein.

Die Verabschiedung des Lieferkettengesetzes bedeutet einen großen Schritt für die verbindliche Verankerung von Menschenrechten und Umweltschutz entlang globaler Lieferketten. Viele Bestrebungen Unternehmen zur freiwilligen Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards zu motivieren hatten wenig Erfolg. Uwe Kleinert von der Werkstatt Ökonomie in Heidelberg und Koordinator der Initiative Lieferkettengesetz in Baden-Württemberg betonte, dass das Gesetz und dessen Umsetzung somit einen Paradigmenwechsel bedeute. Dennoch gebe es insbesondere in vier Punkten einen dringenden Nachbesserungsbedarf des Gesetzesentwurfs. Uwe Kleinert legte dar, dass anders als im Entwurf des Lieferkettengesetzes der Bundesregierung die ganze Lieferkette erfasst werden müsse, im Bereich der Haftung und der Verantwortung für Umweltschutz deutlich nachgebessert und alle relevanten Unternehmen erfasst werden müssten.

Die Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Delara Burkhardt, brachte die Diskussion über ein Lieferkettengesetz auf Ebene der Europäischen Union ein und legte dar, dass der europäische Entwurf deutlich weitergehe als der Vorschlag der Bundesregierung. Dennoch müsse auch hier die Entwicklung in den nächsten Monaten begleitet werden. Außerdem stellte Delara Burkhardt einen zweiten Vorschlag für einen produktbasierten Ansatz für Sorgfaltspflichten, die Forderung nach entwaldungsfreien Lieferketten, vor.

Im Anschluss an die Beiträge von Uwe Kleinert und Delara Burkhardt diskutierten die Teilnehmenden des Fachtags die spezifische Gestaltung des Gesetzesentwurfs, die Verantwortung der Verbraucher*innen und der Politik sowie die Möglichkeit auch über internationale Handelsverträge Umwelt- und Menschenrechte verbindlich zu verankern. Die Aktion Lieferkettenbrief wurde als Handlungsmöglichkeit für Einzelne eingebracht und Delara Burkhardt erwähnte die gute Vernetzung auch mit der Initiative Lieferkettengesetz in Deutschland, um den Prozess auf europäischer Ebene zu begleiten.

Im zweiten Teil des Fachtags präsentierte Michel Köhler, Klimapolitikberater bei The Greenwerk, Einsichten in Fragen der Energiewende und der Klimagerechtigkeit. Er betonte die historische Verantwortung der USA und der EU für den Ausstoß von Treibhausgasen und die Energiewende als zentrales Element der Transformation. Außerdem zeigte er die Bedeutung von Sorgfaltspflichten entlang von Lieferketten für die Energiewende auf. Der hohe Rohstoffbedarf, etwa für Windanlagen oder E-Autos, mache deutlich, dass die Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards auch hier zentral ist für die Umsetzung globaler Gerechtigkeit. Einen Handlungsansatz zu mehr Klimagerechtigkeit sieht Michel Köhler in der Finanzierung von Klimaanpassung und Klimaschutz in Ländern des Globalen Südens durch den Globalen Norden.

Die Teilnehmenden diskutierten sowohl eine differenzierte Sichtweise auf verschiedene Ansätze der Entwicklungszusammenarbeit, die Verantwortung der Finanzwirtschaft, als auch die Grenzen der grünen Technologien und damit zusammenhängend das Streben nach Suffizienz. Im Hinblick auf die Länder des Globalen Südens wurde die Bedeutung der Nutzung der Erneuerbaren Energien für die lokale Bevölkerung vor Ort betont, bevor eine Zusammenarbeit für die Versorgung in Deutschland angestrebt werden könne.

Der virtuelle Fachtag schloss an zwei aktuelle Entwicklungen an, die Verabschiedung des Lieferkettengesetzes und die Verschärfung der Klimapolitik im Anschluss an das Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Die drei Referent*innen konnten gute Einblicke in ihre Arbeit geben und spannende Impulse für die Diskussion mit den über 30 Teilnehmenden aus verschiedenen Landesverbänden der NaturFreunde liefern. Die Fachbereiche Umwelt und Global werden sich weiter mit Globaler Gerechtigkeit und der konkreten Gestaltung einer sozial-ökologischen Transformation auseinandersetzen.

Fachtagbilder


Liebe NaturFreund*innen und Interessierte an der Arbeit im Fachbereich NaturFreunde Global BW,

wir möchten euch heute Aktuelles aus dem Umwelt- und Ausbildungszentrum berichten und einen Ausblick auf unsere geplanten Aktivitäten im Jahr 2021 geben.

Das nächste Fachbereichstreffen findet am 19. 2. 2021 um 16 Uhr als Videokonferenz via Zoom statt. Ihr alle seid dazu wieder herzlich eingeladen!

Unsere Themen sind

  1. die Landtagswahlen in Baden-Württemberg
  2. der direkte Austausch mit dem Team des Umwelt- und Ausbildungszentrums in Bekhar unter Leitung von Peinda Faye. Die Beiträge werden übersetzt.

Liebe NaturFreund*innen und Interessierte an der Arbeit im Fachbereich NaturFreunde Global BW,

ein schwieriges Jahr geht zu Ende und wir spüren, dass globale Solidarität immer wichtiger wird. Die Auswirkungen der Pandemie in vielen afrikanischen Ländern haben gesundheitliche aber noch deutlich schwerwiegendere soziale und ökonomische Folgen. Diese zeigen sich insbesondere im Anstieg der Zahl der Menschen die in Armut leben und auf Hilfe angewiesen sind oder von zunehmender Unsicherheit und Perspektivlosigkeit bedroht sind. Zusätzlich verstärkt die Klimakrise die Herausforderungen in vielen Ländern immer weiter. Unser Blick auf globale Zusammenhänge und unser Engagement für internationale Zusammenarbeit und Austausch auf Augenhöhe sind wichtiger denn je. Gemeinsam können wir einen Beitrag leisten zu Klimagerechtigkeit und globaler Solidarität.


NaturFreunde Global Baden-Württemberg – Fachtag

Bericht zum 1. Teil des Fachtags am 10. Oktober 2020 als Videokonferenz

Am 10. Oktober konnten rund 40 NaturFreund*innen und Interessierte durch den Vortrag von Mamadou Mbodji, Präsident der afrikanischen Naturfreunde-Verbände und Vize-Präsident der NFI, erfahren, welche dramatischen Auswirkungen die Klimakrise auf dem afrikanischen Kontinent hat und was Klimagerechtigkeit konkret bedeutet. Eindrücklich präsentierte Mamadou Mbodji Zahlen zu den Auswirkungen der Klimakrise auf die Biodiversität und Lebensbedingungen in afrikanischen Ländern, insbesondere auch im Hinblick auf die Landwirtschaft.

Er appellierte mit seinem Beitrag an die Solidarität mit den von der Klimakrise besonders stark betroffenen Ländern Afrikas und forderte verstärkte Maßnahmen der Verursacher-Länder, um die Treibhausgasemissionen drastisch zu verringern. Die gemeinsamen Anstrengungen für mehr Klimagerechtigkeit müssen die umfassende Unterstützung afrikanischer Staaten, insbesondere auch in finanzieller Hinsicht, sicherstellen. Mamadou Mbodji sieht in der vielfältigen Arbeit der afrikanischen NaturFreunde, aber auch in der Solidarität der NaturFreunde international bereits jetzt große Erfolge und herausragendes Engagement, jedoch ist der Weg zu Klimagerechtikeit noch weit und nur durch Solidarität international wie auch zwischen den Generationen erreichbar.

Pablo AgboganPablo Agbogan ergänzte den Vortrag von Mamadou Mbodji durch seinen Bericht über die Arbeit der NaturFreunde in Togo (Case Togo – Amis de la Nature). Auch er bekräftigte nochmals, dass die Treibhausgasemissionen, welche die Klimakrise verursachen, maßgeblich auf die reichen Länder zurückgehen und die Unterstützung afrikanischer Länder in der Anpassung und im Umgang mit den dramatischen Folgen unerlässlich ist. Pablo Agbogan berichtete von der Unterstützung der landwirtschaftlichen Genossenschaften im Bereich der Agrarökologie und den Aufforstungs-maßnahmen sowie der Bildungsarbeit und den Projekten im Bereich der Solarenergie der NaturFreunde in Togo.

Als dritter Referent berichtete Omar Jammeh von der Arbeit seiner Organisation in Gambia.

Just Act Gambia unterstützt Aufforstungsmaßnahmen, ökologische Landwirtschaft, Recycling und ist im Bereich der Bildungs- und Lobbyarbeit aktiv. Er berichtete von den Herausforderungen hinsichtlich des Bewusstseins der lokalen Bevölkerung für die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels, aber auch auf politischer Ebene, etwa durch Korruption, und den verheerenden Auswirkungen des Massentourismus.

“Le combat pour la justice climatique ne se gagnera pas par l’égoisme des états mais par la solidarité des peuples.”

Mamadou Mbodji

In der anschließenden Diskussion mit den Teilnehmer*innen der Videokonferenz wurde über Fragen der Veränderung sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene nachgedacht. Die Diskussion reichte von dem Bericht über Projekte des nachhaltigen Tourismus, wie etwa Wandern in Gambia, über Fragen zu mehr Geschlechtergerechtigkeit und der Bedeutung von Bildung in diesem Zusammenhang bis zu der gemeinsamen Bekräftigung, dass der internationale Handel fair gestaltet werden muss. Die Kooperation im Rahmen des Ausbildungszentrums in Bekhar, Senegal, wurde als leuchtendes Beispiel erwähnt, denn ohne Geschlechtergerechtigkeit wird Klimagerechtigkeit nicht erreichbar sein.

Der Klimafonds der NFI wurde für die zahlreichen positiven Impulse auf lokaler Ebene gelobt und die Bedeutung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft zur Erreichung nachhaltiger Produktionsmuster diskutiert. Im Bereich der Nahrungsmittelproduktion wurde auch die Rückbesinnung auf regionales Wirtschaften gefordert. Mamadou Mbodji betonte in der Diskussion die Rolle und Verantwortung der Zivilgesellschaft, um gesellschaftlichen Wandel im Sinne der Klimagerechtigkeit voranzubringen.

Im 2. Teil des Fachtags soll im Frühjahr 2021 an den Ideen, wie Veränderung möglich und umsetzbar ist, weitergedacht werden.

Für diese Veranstaltung ist die Kooperation mit Partnern wie der NaturFreundeJugend, Fridays for Future, Fairafric und den Kampagnen gegen Ceta und für ein Lieferkettengesetz geplant. Der Austausch mit den afrikanischen NaturFreunden und die gemeinsame Vision der Klimagerechtigkeit und der Solidarität ist grundlegend für die Arbeit und das Engagement des Fachbereichs Global und konnte durch die erfolgreiche Videokonferenz am 10. Oktober 2020 gestärkt und bekräftigt werden.


Jubiläumsfeier im Fuchsrain 19. 9. 2020

Die NaturFreunde GLOBAL Baden-Württemberg informierte anlässlich des 125jährigen Jubiläums der NaturFreunde Internationale über die Beziehungen und Projekte mit Afrikanischen NaturFreunden. Im Rahmen der Feierlichkeiten, die auf dem Gelände des NFH Fuchsrain in Stuttgart stattfanden, wurde insbesondere ein sog. Leuchtturmprojekt präsentiert: das Umwelt- und Ausbildungszentrum in Bekhar, Senegal.

125 Jahre Naturfreunde - Feier am 19. 9. 2020

125 Jahre Naturfreunde - Feier am 19. 9. 2020 - Zuschauer und Bühne

Die Aktiven durften viele Fragen beantworten. Das Interesse an Themen und Maßnahmen zu Klimagerechtigkeit und Solidarität ist bei den NaturFreund*innen nach wie vor sehr groß.


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Der angekündigte Titel „Winter“-Wanderung am 16. 2. 2020 war eigentlich das einzige, was nicht ganz passte, bei 18 bis 20 Grad Außentemperatur und gegen Ende strahlender Sonnenschein.

Bei der Wanderung durch den Gundelsheimer Wald beteiligten sich auch 4 geflüchtete Menschen aus Gambia und 4 Helferinnen und Helfer des Offenauer Flüchtlingshelferkreises. Unsere vier afrikanischen Mitwanderer staunten vor allem über das viele Totholz in unseren Wäldern. Wegen akutem Brennholz- und Energiemangel, sind die Wälder (sofern es noch welche gibt) in Gambia eher komplett ausgeräumt.

Vom Gundelsheimer Bahnhof aus ging es am Rande des Michaelberges bis zum Dornbacher Hof und rund um den Steinbruch über den Grillplatz Sauwiese zurück. Viel Zeit zum Reden über den Klimawandel, über Gambia, über die Erweiterungsabsichten des Steinbruchs und vieles mehr. Das Transparent im Wald haben wir zwar nicht mitgebracht, uns aber gerne darunter fotografieren lassen, als Naturfreunde.

Hildegard und Johannes Müllerschön (NaturFreunde im Heilbronner Land)


Mit dem Newcomer-Preis und einem Preisgeld in Höhe von 3.333,33 Euro wird ausgezeichnet: Neckarbischofsheim mit dem Veranstaltungsprogramm „Brücken bauen für eine gemeinsame Zukunft“.

Logo Meine eine deine Welt

Laudatio für Neckarbischofsheim im Rahmen der landesweiten Initiative
Meine. Deine. Eine Welt. 2019

Mit dem Newcomer-Preis und einem Preisgeld in Höhe von 3.333,33 Euro wird ausgezeichnet: Neckarbischofsheim mit dem Veranstaltungsprogramm „Brücken bauen für eine gemeinsame Zukunft“. Herzlichen Glückwunsch!

In diesem Jahr vergeben wir erstmalig einen Newcomer-Preis. Dieser geht an Neckarbischofsheim. Die Stadt und ihr lokales Netzwerk haben diesen Herbst zum ersten Mal an unserer Initiative teilgenommen.

Liebe Neckarbischofsheimerinnen und Neckarbischofsheimer, in Ihrem Programmflyer war zu lesen: „Mit unseren Veranstaltungen wollen wir Brücken auf vielen Ebenen schlagen. Sich informieren, sich einfühlen und für sich ein persönliches Wertesystem entwickeln sind die Voraussetzungen für gemeinschaftliches fairändertes Verhalten.“ Die Jury war der Meinung, dass Ihnen dies gelungen ist.

Im Rahmen einer Aktionswoche legten Sie einen Fokus auf Umwelt- und Klimathemen. Dabei bezogen Sie Experten aus dem Globalen Süden ein und brachten ihre Stimme vor allem in die Klassenzimmer Ihrer Stadt. Die Schülerinnen und Schüler waren zuvor in einen längeren Prozess einbezogen, der nun multiplikatorische Wirkung entfaltet und auf die Familien und Freunde der Kinder und Jugendlichen ausstrahlt. Dies wertete die Jury als besonders wertvoll.

Auch die Vielfalt der lokalen Akteure fand lobende Erwähnung – Schulen, Kirchen, Kommunalverwaltung, Vereine und Geschäfte waren in der knapp 4.000 Einwohner zählenden Stadt ins Programm involviert. Und eine sehr originelle Idee, sich dem Thema nachhaltiger Landwirtschaft und Produktion anzunähern, war eine Bierprobe, an der die Jury auch gerne teilgenommen hätte.

Mit dem bisherigen Engagement wollen Sie es aber nicht belassen: Die SMV will einen Arbeitskreis „Eine Welt“ gründen, der für alle Schülerinnen und Schüler offen ist, mit anderen Schulen im Umkreis wollen Sie kooperieren und sich überhaupt in Ihrer Region mit interessierten Akteuren vernetzen, die Kirchen wollen den Grünen Gockel als Nachhaltigkeitssiegel der Kirchen wiederbeleben und es gibt Überlegungen, sich auf den Weg als Fairtradeschool oder als Fairtrade-Town zu machen.

Gerne unterstützen wir Sie bei diesen Vorhaben und wünschen Ihnen dafür viel Erfolg! Vielen Dank für Ihren Einsatz und herzlichen Glückwunsch!

Laudator: Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)

2019 MDEW Preisverleihung 2019 Neckarbischofsheim

Pressebericht Mamadou ASG 2019 10 08 LS

Auf den Artikel klicken zum Lesen


Spende beim Saarbrücker Solidaritätsbasars, November 2019

Presseerklärung NaturFreunde Deutschland, Landesverband Saarland e.V.

Mangroven gehören zu den widerstandsfähigsten, produktivsten und artenreichsten Ökosystemen auf der Erde. Intakte Mangrovenwälder können bis zu fünfmal mehr CO2 speichern als unserer Wälder (Angaben des WWF). Und sie sind extrem gefährdet: ihre Bestände sind in den letzten Jahrzehnten um 20 % zurückgegangen. Ursachen sind die langanhaltenden Dürreperioden insbesondere in Afrika; die dadurch versiegende Süßwasserzufuhr führt zur Versalzung der Standorte. Hinzu kommen Rodungen für Bau- und Brennholz.

Der Schutz der Mangrovenwälder ist ein wichtiger Beitrag um die Auswirkungen des Klimawandels in den Küstenregionen entgegen zu wirken und die Lebensgrundlagen für die Bevölkerung zu erhalten. Das ist ein vorrangiges Anliegen der Naturfreundeorganisation im Senegal „ASAN“. Sie hat in ihrem Land ein Projekt zur Wiederaufforstung des Mangrovenwaldes und dessen nachhaltige Nutzung gestartet. Im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft mit den afrikanischen Verbänden unterstützen die NaturFreunde dieses Projekt. Die saarländischen Naturfreunde haben in diesen Tagen ihren Erlös beim Saarbrücker Solidaritätsbasars im November 2019 in Höhe von 1100 Euro für das Projekt in Afrika gespendet.

Mit ihren entwicklungspolitischen Initiativen setzen die NaturFreunde auf Hilfe zur Selbsthilfe und wollen auch 2020 die Solidarität in der Nord-Süd-Partnerschaft fortführen.

Spende Naturfreunde Baugenossenschaft

Mit einer Spende von 1.000 EUR unterstützt die Baugenossenschaft Gartenstadt Rastatt eG die NaturFreunde Rastatt. Der Scheck wurde an den Präsidenten der afrikanischen NaturFreunde überreicht. Die Spende kommt dem Umwelt- und Ausbildungszentrum für junge Frauen in Bekhar/Senegal zu Gute.


Forchheim Global

Wir waren aktiv dabei und halfen die Jubiläumsveranstaltung der OG Forchheim am 16. 11. 2019 erfolgreich zu gestalten.

8000 km mit dem Fahrrad quer durch AfrikaMan könnte das schon als Geschwisterhilfe unter Ortsgruppen bezeichnen, denn die Mitglieder der Gruppe Global, die auch die Rastatter NaturFreunde zur Teilnahme an der (nicht weit entfernt gefeierten) Jubiläumsveranstaltung der Forchheimer eingeladen hatte, konnten mit ihrem Beitrag zufrieden sein. Der interaktive, jede Sekunde spannende Vortrag der beiden jungen Leute war ein Hochgenuss! Sie machten Hoffnung darauf, dass immer mehr junge Leute die Grundprinzipien des fairen, nachhaltigen, sanften und wertschätzenden Tourismus verstanden haben und dass interkulturelle Sichtweisen gar zu ihren Lebensprinzipien werden.

Wir aus Rastatt haben fairafric Schokolade aus Ghana neben Schmuck, Stoffen und Produkten aus unserem Umwelt- und Ausbildungszentrum in Bekhar/Senegal verkauft. Wir informierten die gut 250 Besucher*innen über die „Weltgemeinschaft NaturFreunde“ und gaben der großartigen Veranstaltung mit unserer Fotoausstellung „Die Frauen von Bekhar“ ein ansprechendes Gesicht.
Apropos:

  • fairafric-Schokolade (die gesamte Wertschöpfungskette in Afrika!): 70 % des weltweiten Kakaos kommen aus Westafrika, aber weniger als 1% der Schokolade wird dort produziert.
  • fairafric ist das erste Unternehmen, das Schokolade direkt aus Westafrika exportiert.
  • fairafric-Schokolade gibt es auch in Rastatt bei NaturFreunde Global und Faire Welt e.V.

Unsere langjährige hauptamtliche Leiterin der Geschäftsstelle Süd und Referentin der Badischen NaturFreunde Daniela Dietsche geht zur Bodensee Stiftung.

NaturFreunde Baden-Württemberg sagen DANKE und wünschen alles Gute!

So kennen wir sie, immer aktiv und für uns unterwegs mit dem Erlebnisparcours für Globales Lernen, für die Ausstattung zu Globalen NaturFreundehäusern, mit dem Weltspiel drinnen und draußen. Wir können gar nicht aufzählen, wie viel sie für diesen Verband getan hat, es ist eine große Menge und es war prägend für die zukünftige Ausrichtung der NaturFreunde als Globalem Player und Impulsgeberin. Wir sind sehr dankbar und hoffen, dass Ela aktiv in unserer Mitte bleibt!

Ela ≠ Daniela Dietsche

Artikel Ein Fest für die Nachhaltigkeit Hier klicken zum Lesen des Zeitungsartikels


Eine Welt Journal Baden-Württemberg

Die neue Südzeit – ein Journal des Dachverbands Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. – DEAB ist da. Auf Seite 31 gibt es ein Interview mit Uschi Böss-Walter, Fachbereichssprecherin von NaturFreunde Global e.V. Baden-Württemberg.

www.facebook.com/DEABSTUTTGART

Südzeit 83 Titelbild


Liebe Engagierte in der sozial-ökologischen Transformation,

wir legen Euch und Ihnen heute wieder einen aktuellen Bericht NaturFreunde Global 2019 vor. Er gibt einen Überblick über alle diesjährigen Aktivitäten des Fachbereichs (wir haben einen neuen Namen!) in Baden-Württemberg.

Die Arbeit im Fachbereich NaturFreunde Global lebt von vielen aktiven Menschen. Es entstehen Partnerschaften und Freundschaften, Ideen und Erfahrungen werden ausgetauscht und große Dinge durch viele kleine Projekte nachhaltig gestaltet.

Ganz besonders unterstützen wir – wo überall möglich – die Jugendbewegung von fridays for future und bieten unsere Ressourcen, z. B. die Naturfreundehäuser als Treffpunkte und Orte des globalen Lernens an. Wir wollen alles dafür tun, in großen Netzwerken gegen die Klimakrise und für den Erhalt dieser Erde zu wirken. Unser Motto: Gemeinsam handeln in der Einen Welt!

Auf dieser Website www.naturfreunde-global.de  bieten wir allen aktiven Gruppen vor Ort die Möglichkeit, ihre Termine zu globalen Themen unter „Veranstaltungen / Aktivitäten“ auf der Startseite zu bewerben.

NaturFreunde - Global Bericht 2019


im Juni 2019

Ein großartiges Benefizkonzert und Familienfest für die Mädchen in Bekhar/Senegal ging am 22. 6. 2019 über die Rastatter NaturFreunde-Bühne. „Das große TAMTAM“, wie es seit 2011 in enger Kooperation zwischen NaturFreunde Rastatt e.V. und der Rastatter Trommelformation Tamtam Tankstelle 2jährig auf dem Gelände des Naturfreundehauses an der Murg durchgeführt wird, war wieder einmal ein großer Erfolg.

Das Familien- und Trommelfest, in diesem Jahr auch Sonnwendfeier der NaturFreunde aus dem ganzen Murgtal, wurde von vielen Menschen unterstützt, alle kulturellen und kulinarischen Beiträge wurden gespendet für das Umwelt- und Ausbildungszentrum für junge Frauen in Senegal, wo mittlerweile über 100 Mädchen ausgebildet werden können

Das Programm wurde mit der "Tanzperformance Grenzenlos" von Romina Becker und Tänzerinnen eröffnet. Es folgte Cassadiba mit afrikanischen Liedern und Rhythmen sowie Drumtasticks mit vier Schlagzeugen. Tanja Francesco mit der großen Rahmentrommel animierte mit Indianergesängen zum Mitmachen und eine ganz besondere Atmosphäre legte sich übe den Platz. Melange Orange mit Karin Huttary und Jochen Roddewig mit Rhythmen & Saxophon bereicherten erneut das hochwertige Programm.

Ringsum lockte ein umfangreiches Begleitprogramm: Kreativwerkstatt zum Basteln von Musikinstrumenten, Mandala-Malen, Spieleparcours und das Weltspiel „Wem gehört die Welt?“, das Spielmobil der NaturFreundejugend, T-Shirts drucken, afrikanisches Tees und Drinks, der Verein Faire Welt e.V. war mit einem Info- und Verkaufsstand dabei. Eine bereits legendäre Kuchen- und Kaffeetafel, afrikanisches Essen, Gegrilltes und das umfangreiche Salatebüffet war zum Schluss gänzlich ausverkauft.

Nach einem kurzen heftigen Regenguss, die Gruppen und Gäste flüchteten in den Saal des Naturfreundehauses, wo ohne Umschweife weiter getrommelt wurde. Die Tam Tam Tankstelle mit afrikanischen Liedern und Rhythmen heizte ein, danach konnte das Programm im Freien fortgesetzt werden. Die ATS Tanzformation zeigte orientalische Tänze unter Begleitung durch Notker Dreher (Lenke). Unter großer Begeisterung setzte die Gruppe Lenke mit afrikanischen Liedern und Rhythmen den Abschluss des musikalischen Programms.

Das Sonnwendfeuer wurde entzündet und Roland Walter hielt die zeitkritische Feuerrede aus Anlass der traditionellen Sonnenwendfeier der NaturFreunde Murgtal. Thema waren die brennenden Probleme unserer Zeit und der Gesellschaft. Zuletzt stellte er die Frage: Hier brennt das Sonnwendfeuer - wofür brennen WIR?

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