ÜBER UNS
Wir sind der Fachbereich GLOBAL der NaturFreunde Baden-Württemberg e.V.
Wir setzen uns für eine globale soziale und ökologische Gerechtigkeit ein. Wir engagieren uns für globalen Klima- und Umweltschutz, Geschlechtergerechtigkeit sowie Kinder- und Jugendrechte. Gemeinsam mit unseren Partnern bilden wir eine starke Gemeinschaft für nachhaltige Entwicklung und internationale Zusammenarbeit. Seit vielen Jahren fördern wir Partnerschaften und Projekte, schaffen Bewusstsein für globaleHerausforderungen und entwickeln Lösungen für eine gerechtere Welt. Egal ob jung oder alt, lokal oder global – nachhaltiges Engagement ist für alle da.
Macht mit und werdet ein Teil unserer Bewegung!
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Aktuelle Themen
Togo erleben:

Fotoausstellung und Togofest im Albhäusle Karlsruhe
Im Herbst 2026 laden die NaturFreunde Karlsruhe zu zwei Veranstaltungen ein, die Einblicke in die Partnerschaft mit Case Togo und das Engagement für globale Gerechtigkeit geben. Den Auftakt macht die Fotoausstellung „Grenzenlos engagiert – Zivilgesellschaft weltweit“, die zuerst im Albhäusle und dann im Naturfreundehaus Mossbronn zu sehen ist. Die Ausstellung zeigt in eindrucksvollen Bildern, wie sich Menschen weltweit für Klimaschutz, Menschenrechte und eine nachhaltige Entwicklung einsetzen – darunter auch Projekte der langjährigen Partnerschaft mit Case Togo.
Download Infoflyer Ausstellung
Am 14. November 2026 folgt das Togofest im Albhäusle Karlsruhe. Neben Vorträgen zur deutschen Kolonialgeschichte in Togo und zur aktuellen Umweltarbeit von Case Togo erwartet die Besucher*innen eine Ausstellung mit 100 Fotografien aus Togo. Musik, landestypisches Essen und Getränke sorgen am Abend für eine besondere Atmosphäre und laden zum Austausch und gemeinsamen Feiern ein. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.
Absage der Vortragsreise mit Mamadou 2026
Leider kann die traditionelle Vortragsreise mit Mamadou Mbodji in diesem Jahr nicht stattfinden.
Mamadou ist es aufgrund der sehr intensiven Planung von Aktivitäten im Senegal sowie aufgrund einiger familiärer Verpflichtungen nicht möglich, die Tour in diesem Jahr durchzuführen.
Er bedauert dies sehr und bittet darum, seine Entschuldigung an alle weiterzugeben, die bereits Veranstaltungen geplant hatten.
Auch wir bedauern die Absage der diesjährigen Tour sehr, können seine Gründe aber natürlich gut nachvollziehen. Wir danken euch für euer Verständnis und euer Engagement bei der Organisation der vergangenen Vortragsreisen. Im Hinblick auf eine mögliche Vortragsreise im Jahr 2027 halten wir euch auf dem Laufenden und melden uns, sobald es dazu Neuigkeiten gibt.
Euer Fachbereich GLOBAL
Die Energiewende gerecht gestalten!
Zukünfte dekolonisieren: Keine Transformation auf Kosten anderer – globale Verantwortung bei Energiewende ernst nehmen!
„Grüne“ Technologien wie Batterien, Solaranlagen oder Elektroautos lassen den Bedarf an Rohstoffen in die Höhe schießen. Die Tagung „Zukünfte dekolonisieren – Kritische Blicke auf ‚grüne‘ Technologien“ am 9. Mai 2026 im Kulturzentrum Merlin in Stuttgart machte deutlich: Die für die Energiewende benötigten Rohstoffe werden überwiegend im Globalen Süden abgebaut und dies häufig unter Bedingungen, die mit Umweltzerstörung, Menschenrechtsverletzungen und sozialen Ungleichheiten einhergehen. Nötig sind verbindliche politische Rahmenbedingungen, die Menschenrechte und Umweltstandards entlang der gesamten Lieferkette sichern. Gleichzeitig betonten die rund 40 Teilnehmenden die zentrale Rolle der Zivilgesellschaft: Nur durch kontinuierliches Engagement, internationale Vernetzung und öffentlichen Druck können gerechtere Strukturen geschaffen werden.
„Für viele Menschen in unseren Regionen bedeutet der Abbau von Rohstoffen nicht Entwicklung, sondern Verlust – von Land, von Wasser und von Lebensgrundlagen.“ Mamadou Diallo, NaturFreunde im Senegal (ASAN), machte in seiner Videogrußbotschaft deutlich, wie stark lokale Gemeinschaften unter den Folgen von Rohstoffabbau und Umweltveränderungen leiden und wie wichtig internationale Solidarität ist: „Für viele Menschen in unseren Regionen bedeutet der Abbau von Rohstoffen nicht Entwicklung, sondern Verlust – von Land, von Wasser und von Lebensgrundlagen. Wenn wir über eine grüne Zukunft sprechen, dann muss sie auch für uns gerecht sein“, betonte Mamadou Diallo.
Dr. Gunne Dolgor Guntsetseg, Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) hob hervor, dass globale Gerechtigkeit eine zentrale Voraussetzung für eine nachhaltige Transformation ist: „Die Energiewende darf nicht auf Kosten anderer Regionen stattfinden. Wenn wir Klimaschutz ernst nehmen, müssen wir auch globale Verantwortung übernehmen und bestehende Machtverhältnisse kritisch hinterfragen.“
Felix Henn, Werkstatt Ökonomie / KASA, sagte mit Blick auf Namibia und die deutsche Verantwortung in der Rohstoffpolitik: „Das Beispiel des Grünen Wasserstoff-Projektes Hyphen in Namibia zeigt, dass die Energiewende nicht auf Kosten derjenigen umgesetzt werden darf, die bereits von kolonialer Gewalt und Enteignung betroffen waren. Deutschland kann nicht glaubwürdig von nachhaltiger Transformation sprechen, solange neue Energiepartnerschaften koloniale Ungleichheiten fortschreiben statt historische Verantwortung ernst zu nehmen.“
Eindrücklich zeigten Vertretende internationaler Partnerschaften auf, dass lokale Gemeinschaften nicht ausreichend in Entscheidungen einbezogen werden, die ihre Lebensgrundlagen betreffen. Die Teilnehmenden fordern, dass sowohl beim Ausbau erneuerbarer Energien als auch beim Abschluss neuer Rohstoff- und Energieprojekte die Rechte der lokalen Bevölkerung konsequent geachtet und Umweltfolgen minimiert werden. Transparenz, Mitbestimmung und faire Verteilung der Gewinne müssen dabei zentrale Leitlinien sein. Die Veranstalter kündigten an, das Thema weiter zu vertiefen und den Dialog zwischen lokalen Initiativen, internationalen Partnern und politischen Entscheidungsträger*innen auszubauen. Denn klar ist: Eine wirklich nachhaltige Zukunft kann nur global gerecht gestaltet werden.
Wasser als Menschenrecht geschlechtergerecht umsetzen
Senegal richtet UN-Wasserkonferenz 2026 mit aus
Zum Weltwassertag am 22. März 2026 unter dem Motto „Water and Gender“ forderte ein breites Bündnis aus Umwelt-, Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen, darunter auch die NaturFreunde, eine konsequent geschlechtergerechte Umsetzung des Menschenrechts auf Wasser und Sanitärversorgung. Weltweit fehlt es Millionen Menschen an sicheren Toiletten, sauberem Wasser und Hygiene – mit gravierenden Folgen insbesondere für Frauen und Mädchen: eingeschränkter Zugang zu Bildung, erhöhte Gewaltgefahr und fehlende wirtschaftliche Perspektiven.
Gleichzeitig verschärft die Klimakrise bestehende Ungleichheiten, während der hohe Ressourcenverbrauch im Globalen Norden Wasserknappheit in anderen Regionen weiter verstärkt. Das Bündnis fordert daher mehr Investitionen in Wasserinfrastruktur, die Stärkung öffentlicher Daseinsvorsorge sowie eine internationale Politik, die Geschlechtergerechtigkeit systematisch verankert.
Mit Blick auf die UN-Wasserkonferenz 2026, die unter anderem von Senegal mitausgerichtet wird, wird deutlich: Eine nachhaltige Entwicklung ist nur möglich, wenn Wasser als Menschenrecht für alle verwirklicht wird.
Weitere Infos:
Pressemitteilung Bündnis
Website UN-Weltwassertag
Netzwerk Rohstoffgerechtigkeit Baden-Württemberg
Der Fachbereich GLOBAL ist Mitglied im Netzwerk Rohstoffgerechtigkeit Baden-Württemberg. In diesem Zusammenschluss engagieren sich zahlreiche Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Entwicklungspolitik und Menschenrechte für einen gerechteren und nachhaltigeren Umgang mit natürlichen Ressourcen.
Das Netzwerk macht darauf aufmerksam, dass der weltweite Rohstoffverbrauch weder nachhaltig noch gerecht verteilt ist. Viele Rohstoffe für Produkte und Technologien im Globalen Norden werden im Globalen Süden abgebaut – häufig mit erheblichen Folgen für Umwelt, Menschenrechte und lokale Lebensgrundlagen. Ziel des Netzwerks ist daher eine Rohstoffwende, die den Ressourcenverbrauch reduziert, verbindliche Umwelt- und Menschenrechtsstandards entlang globaler Lieferketten stärkt und koloniale Kontinuitäten in der Rohstoffpolitik sichtbar macht.
Gemeinsam richtet das Netzwerk auch konkrete Forderungen an die Landespolitik in Baden-Württemberg. Dazu gehören unter anderem
- eine deutliche Reduzierung des Rohstoffverbrauchs
- mehr Transparenz in globalen Lieferketten sowie
- verbindliche soziale und ökologische Standards für Unternehmen und öffentliche Beschaffung.
Aktuell unterstützt das Netzwerk die Petition „Rohstoffwende jetzt – für globale Gerechtigkeit und eine nachhaltige Zukunft“, die sich direkt an die Landesregierung Baden-Württemberg richtet. Sie fordert unter anderem weniger Rohstoffverbrauch im Land, verbindliche Umwelt- und Sozialstandards sowie mehr Transparenz entlang globaler Lieferketten.
Durch unsere Mitarbeit im Netzwerk bringen wir Perspektiven aus der internationalen Projektarbeit – etwa aus unserer Partnerschaft im Senegal – in diese Debatten ein und setzen uns gemeinsam mit vielen Partnerorganisationen für globale Gerechtigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen ein.
Weltfrauentag 2026: Khadys Traum von Unabhängigkeit
Zum Weltfrauentag möchten wir eine junge Frau zu Wort kommen lassen, deren Geschichte Mut macht: Khady Niang ist 21 Jahre alt und befindet sich im ersten Ausbildungsjahr zur Köchin am Umwelt- und Ausbildungszentrum in Békhar.
Khady hat sich ganz bewusst für die Gastronomie entschieden – aus Leidenschaft und mit einem klaren Ziel vor Augen. Schon seit ihrer Kindheit begeistert sie das Kochen. Heute lernt sie im Ausbildungszentrum neue Gerichte, professionelle Techniken und alles, was sie braucht, um ihren Traum zu verwirklichen: eine große Köchin zu werden, ein eigenes Unternehmen zu gründen, Arbeitsplätze zu schaffen und finanziell unabhängig zu sein.
Ihre Worte zeigen, worum es am Weltfrauentag geht: um Selbstbestimmung, um Bildungsgerechtigkeit und um wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen.
Das Ausbildungszentrum in Békhar ist eine soziale Einrichtung, die jungen Frauen aus oft schwierigen Lebenssituationen eine berufliche Perspektive eröffnet. Dank der Unterstützung vieler Ortsgruppen und weiterer Unterstützer:innen können die NaturFreunde Baden-Württemberg jedes Jahr das Schulgeld für rund 150 Mädchen übernehmen. So wird Bildung ganz konkret zu einem Schlüssel für ein selbstbestimmtes und wirtschaftlich unabhängiges Leben.
Macht auch ihr mit bei unserer aktuellen Kampagne und schließt eine Fördervereinbarung ab – gemeinsam ermöglichen wir Mädchen wie Khady eine echte Zukunftsperspektive.
Khadys Videobotschaft ist ein bewegendes Zeichen dafür, was möglich wird, wenn Mädchen und junge Frauen die Chance auf Ausbildung erhalten.
Zum Weltfrauentag feiern wir den Mut, die Entschlossenheit und die Träume aller Mädchen und Frauen auf dieser Erde – und wir danken allen, die dazu beitragen, dass diese Träume Wirklichkeit werden können.
Hier könnt ihr das Transkript von Khadys Botschaft nachlesen.
Hier geht es zur Kampagne und zum Download der Fördervereinbarung.
Statement Gewalt gegen Frauen (2024) des Fachbereichs GLOBAL.
Appell UN-Frauenrechtskommission (2024) an die UN-Frauenrechtskommission des Fachbereichs GLOBAL.
Besuch der NaturFreunde Rastatt im Umwelt- und Ausbildungszentrum Bekhar
Im Rahmen ihrer Reise in den Nordsenegal vom 4. bis 18. Januar 2026 besuchte eine Gruppe der NaturFreunde Rastatt auch das Umwelt- und Ausbildungszentrum in Bekhar. Der Besuch bot Gelegenheit, die langjährige Partnerschaft mit Leben zu füllen und die konkrete Wirkung der gemeinsamen Arbeit vor Ort zu erleben. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Besuch der integrierten Kindertagesstätte, die mit Unterstützung der NaturFreunde Rastatt aufgebaut wurde. Die Kita ist ein zentraler Baustein des Zentrums: Sie betreut die Kinder der Schülerinnen sowie die Kinder alleinerziehender Mütter aus der Region. Damit schafft sie wichtige Voraussetzungen dafür, dass junge Frauen ihre Ausbildung fortsetzen, selbstständig bleiben und langfristige Perspektiven entwickeln können.
Darüber hinaus besichtigte die Gruppe die verschiedenen Ausbildungsbereiche des Zentrums. In den Bereichen Gartenbau, Gastronomie, Nähen, Friseurhandwerk und IT-Grundlagen erhalten die Mädchen nicht nur eine berufliche Qualifikation, sondern auch Wissen zu Umwelt- und Klimaschutz. So wird Bildung mit Empowerment und nachhaltiger Entwicklung verbunden – und jungen Frauen eine echte Zukunftsperspektive eröffnet.
Macht mit bei unserer Kampagne „Wer Wandel will, macht mit!“ und unterstützt auch ihr die Mädchen am Zentrum mit einer Fördervereinbarung.
Für eine Rohstoffwende in Baden-Württemberg – Wir machen mit!
Der F
Rohstoffgewinnung im Tagebau @ Pixabayachbereich GLOBAL ist Teil des vom DEAB (Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg) initiierten Netzwerks Rohstoffgerechtigkeit Baden-Württemberg. Gemeinsam mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Partnern setzen wir uns dafür ein, dass das Land seiner Verantwortung im Umgang mit metallischen Rohstoffen gerecht wird. Im Netzwerk fördern wir Austausch, Fortbildung und gemeinsame Aktionen – und entwickeln politische Forderungen, die wir an die Landesregierung herantragen. Unser gemeinsames Ziel: mehr globale Gerechtigkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen.
Das Netzwerk hat ein umfassendes Forderungspapier erarbeitet, das deutlich macht: Der aktuelle metallische Rohstoffabbau führt weltweit zu massiven Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörung und unfairer Verteilung von Gewinnen und Lasten. Die Landesstrategie Ressourceneffizienz 2024 greift diese globalen Ungerechtigkeiten nur unzureichend auf. Baden-Württemberg – wirtschaftsstark und rohstoffarm – trägt jedoch eine besondere Verantwortung und kann eine Vorreiterrolle bei der Rohstoffwende einnehmen.
Das Netzwerk Rohstoffgerechtigkeit Baden-Württemberg fordert daher eine konsequente Rohstoffwende: Dazu gehören die Senkung des Rohstoffverbrauchs, verbindlich nachhaltige öffentliche Beschaffung, Unterstützung der Unternehmen bei Sorgfaltspflichten, Einrichtung eines Runden Tisches „Rohstoffwende“, der Ausbau von Bildungsangeboten sowie starke internationale Kooperationen. Ziel ist ein fairer, nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen, der Menschenrechte schützt, Umwelt zerstört und globale Gerechtigkeit fördert.
Hier könnt ihr das Forderungspapier downloaden und gerne auch verbreiten.

















